portraits 2021

© Christine Kisorsy
© Christine Kisorsy

FOTOGRAFIE

KAUGUMMIAUTOMATEN

CHRISTINE KISORSY Berlin

 

Christine Kisorsy thematisiert die Stadt als räumliches Archiv der Alltagskultur. In ihrer Fotoserie “Kaugummiautomaten“ widmet sie sich den bunt lackierten Kästen, die an so mancher verwitterter Hauswand ein Schattendasein führen und aus den Vorzeigevierteln durchsanierter Innenstädte längst verschwunden sind. Die verbliebenen Automaten trotzen anachronistisch ihrer Umwelt, mit der sie umso mehr verwachsen scheinen, je mehr sie in Vergessenheit geraten.

Durch das Fotografieren wurden die Kaugummiautomaten aus ihrem ursprünglichen urbanen Kontext extrahiert. Für artspace bremerhaven kehren sie wieder dahin zurück und durch die Präsentation an Hauswänden in der „Alten Bürger“ wird der Stadtraum in einem Kunstraum verwandelt.

 

Christine Kisorsy addresses the city as a spatial archive of everyday culture. In her photo series “Chewing gum machines” she dedicates herself to the brightly varnished boxes that are attached to some of the weathered ones housewall lead a shadowy existence.

The remaining machines defy their environment anachronistically which they seem to grow together the more they are forgotten.

Taking photos turned the gum machines out of their original urban context. For artspace bremerhaven they will return and through the presentation on housewalls at the "Alte Bürger" the urban soace will be transformed in to an art space.

 

www.kisorsy-photo.de


© Heiko Sandelmann
© Heiko Sandelmann

FOTOGRAFIE

BREMERHAVENER AUFNAHMEN S/W

HEIKO SANDELMANN Bremerhaven

 

Heiko Sandelmann zeigt Bremerhavener Motive, die in der Bildsprache und Gestaltung eine eigene Ästhetik zeigen. Beschränkung auf Details, kontrastreiche oder extrem kontrastarme Lichtsituationen, Varianten mit Schärfe und Unschärfe, grafische Bildkompositionen und extremen Perspektiven schaffen „neue“ Bilder. Der Fokus liegt dabei auf der Fotografie, weshalb die Bilder größtenteils in schwarz/weiß gehalten sind. 

 

Heiko Sandelmann shows Bremerhaven motifs, which show in the imagery and design their very own aesthetic. Limitation of details, high-contrast or extremely low-contrast lighting situations, variants with sharpness and blurring, graphic image compositions and extreme perspectives create “new” images.

 

The focus is on photography, which is why the pictures are mostly in black and white.


© Jannek Charlet
© Jannek Charlet

MIXED MEDIA ART

JANNEK CHARLET Hagen i. Bremischen

 

Jannek Charlets Triebfeder ist der Versuch allen unterschiedlichen Aspekten des Lebens Ausdruck zu verleihen. Mit Pappe, Wollfaden, Farbe erzeugt der Künstler beindruckende, großformatige, abstrakte Werke, an denen der Blick verweilt und die Gedanken hängen bleiben.

Zerrissene Leinwände, aufgeschnitten, durchbohrt und doch wieder zusammengefügt, geflickt und genäht mit stumpfer Nadel – die einen voll Wut und Trauer, andere leicht, leidenschaftlich, zuversichtlich.

 

Jannek Charlet's mainspring is the attempt to give expression to all the different aspects of life. With cardboard, woolen thread and paint, the artist creates impressive, large-format, abstract works on which the gaze lingers and thoughts get stuck.

 

Torn canvases, cut open, pierced and yet put back together, patched and sewn with a blunt needle - some full of anger and sadness, others with light, passion and confidence.

 


MIXED MEDIA ART + PROJEKTION

ICH KAM AUS DEM WASSER

KOLLEKTIV "HERZAS" / ASTRID VON SCHABLONOWSKY + TOBIAS LANGELA Bremerhaven

 

„HerzAs“ vereinen die Elemente Malerei, Projektion, Klang und die tiefe Liebe zum Seefahrer-Onkel. Die MixedMedia Arbeiten erinnern an Wasser, Ozean und Tiefe.

Das Motiv Heimweh-Fernweh bestimmt das Gesamtprojekt.

Vergrößerungen aus den Bildern werden im Raum projiziert werden. Bewegte Oberflächen/ Strukturen visualisieren die Tiefe, Weite und allumfassende Wasseranmutung.

Die synthetisierten Klänge und Atmosphären zu den Motiven Meer, Unterwasser, Wind, Eis, Kälte und Licht und die aus den Fahrtenbüchern des Onkels vorgelesenen Stationen seines Seefahrerlebens verbinden sich zu einer ganzheitlichen Gesamterfahrung von Ferne und Sehnsucht, von Weggehen und Wiederkehren.

 

"HerzAs" combines the elements of painting, projection, sound and the deep love for their seafarer- uncle. The mixed media works are reminiscent of water, ocean and depth.

Homesickness and wanderlust determines the project overall.

Enlargements of the images will be projected in the room. Moving surfaces und structures visualize the depth, width and all-encompassing water impression.

 

The synthesized sounds and atmospheres for the motifs of sea, underwater, wind, ice, cold and light and the stations of his seafaring life read from the uncle's logbooks are combined to a holistic overall experience of distance and longing, of leaving and returning.

 


© Paula G. Vidal
© Paula G. Vidal

DIGITALE LIVE-MALEREI

BROCKEN AM MEER

BABETTE SEMMER Berlin

 

Babette Semmer zeigt in einem alten Schiffscontainer Bilder, die sich mit Caspar David Friedrich und dem Meer auseinandersetzen. Ihre Materialwahl von Bimsstein und Acrylfarbe spielt auf apokalyptische Naturveränderungen durch moderne Technologie an und rückt so Friedrich's romantische Melancholie in ein neues Licht. Besucher können sich vor einer Strandkulisse als romantisch-anmutende Rückenfiguren inszenieren lassen. 

 

Babette Semmer shows pictures in an old shipping container that deal with Caspar David Friedrich and the sea. Her choice of materials of pumice stone and acrylic paint alludes to apocalyptic changes in nature through modern technology and thus shows Friedrich's romantic melancholy in a new light.Visitors can become a part and present themselves as romantic-looking back figures in front of a beach backdrop.

 


© Casper del Gelmini
© Casper del Gelmini

VIDEO

EXPERIMENTELLE VIDEOS

CASPER DEL GELMINI Berlin

 

Caspar de Gelmini beschäftigt sich mit einer Mischung aus zeitgenössischer Musik und Videokunst.

Musik hat in Deutschland eine lange Tradition und erfordert viel Wissen und Können. Live-Elektronik  benötigt wiederum Kenntnisse in Fotografie und Bildverarbeitung. Hier kommen IRCAM-Software wie Max Msp, Open Music und Jitter zum Einsatz. Das Ziel ist es, eine Schnittstelle zwischen Musik und Kunst zu schaffen. Caspar de Gemini wird für artspace bremerhaven Filmmaterial in Bremerhaven aufnehmen und in seinen Videos verarbeiten. Thematischer Schwerpunkt ist die eigene familiäre Auswanderergeschichte.

 

Caspar de Gelmini deals with a mixture of contemporary music and video art.

 

Music which has a long tradition in Germany and requires a great deal of knowledge of instrumental music. Live electronics requires knowledge of photography and image processing. IRCAM software such as Max Msp, Open Music and Jitter will be used here. The goal is to create an interface between music and art. Caspar de Gemini will record film material for artspace bremerhaven in Bremerhaven and use it in his videos. The thematic focus is one's own family history of emigration.

 


© Rainer Braun
© Rainer Braun

FOTOGRAFIE

"MAHIZ" – PFLANZENMOTIVE

RAINER BRAUN Loxstedt

 

Der sehr spezielle Diafilm Polapan hat für Rainer Braun einen besonderen Charme und Anziehungskraft. Mit der manuellen Spiegelreflexkamera ausgerüstet, streift er insbesondere im Herbst durch die Natur und fotografiert Kulturpflanzen am Ende ihres Daseins. Mit besonderem Fokus auf Details hat er diese Ästhetik mit ihren morbiden aber spannenden Strukturen im Bild visualisiert.

 

The very special slide film „Polapan“ developed a special charm and attraction for Rainer Braun. Equipped with a manual reflex camera, he wanders through nature, especially in autumn, and photographs cultivated plants at the end of their existence. With a special focus on details, he visualized this aesthetic with its morbid but exciting structures in the picture.

 


© Carla Rump
© Carla Rump

HOLZSKULPTUR – PILZE + BRONZE

UMFASSEN/ICH UMARME DICH

CARLA RUMP Bussum/Niederlande

 

Die Skulptur handelt vom Kreislauf des Lebens; dem Rhythmus von Tod und Leben, Wachstum und Keimung. Von dem Verletzlichen unserer Menschlichkeit. Carla Rump bringt ihre Skulptur „Ich umarme dich“ zu artspace bremerhaven mit.

Diese hölzerne Skulptur einer Umarmung von Frau und Einhorn wurde zwei Jahre lang der Natur überlassen. Umarmt von Flechten und Pilzen zeigt sich nun eine doppelte Umarmung und die Skulptur vereint die Aspekte Natur und Kunst. Carla Rump sieht in ihrer Skulptur auch eine Erkenntnis der letzten Covid-Periode: wie überwältigend die Kraft der Natur ist.

 Aktuell wird die Skulptur in Bronze gegossen, um den Prozess der Vergänglichkeit zu fixieren.

 

The sculpture is about the cycle of life; the rhythm of death and life, growth and germination. From the vulnerablity of humanity. Carla Rump brings her sculpture “I hug you” to artspace bremerhaven.

This wooden sculpture of an embrace between a woman and a unicorn was left to nature for two years. Hugged by lichens and mushrooms, a double hug now appears and the sculpture unites the aspects of nature and art. Carla Rump also sees a realization of the last Covid period in her sculpture: the overwhelming power of nature.

 The sculpture is currently being cast in bronze in order to fix the process of transience.

 

 


© Nils Fricke
© Nils Fricke

FILM

AUFWIND CLUB – PROJEKT: BREMERHAVEN

NILS FRICKE Bremerhaven

 

Das Found-Footage-Filmprojekt "Aufwind Club - Projekt: Bremerhaven" beantwortet einige Fragen über die Bremerhavener Stadtentwicklung, wie zB: Lösen Großprojekte strukturelle Probleme? Wie pflegt man eigentlich ein Segelschiff? Sind wir Osterinsulaner? Müssen wir diesen Niedergang der Stadt hinnehmen? Ist er unausweichlich? Kann aus Neoliberalismus ein geiles Musikvideo entstehen? Doch während das alles nach plumper Satire und Provokation klingt, geht es bei dem filmischen Experiment eigentlich um eine völlig andere Frage:

Wie kann die Neukontextualisierung von Found-Footage genutzt werden, um unterschiedliche Bedeutungen zu erzeugen? Wenn Filmmaterial aus seiner ursprünglichen Quelle entrissen und neu angeordnet wird kann es nämlich sowohl erzählen als auch illustrieren, kritisieren oder werben.

 

The found footage film project "Aufwind Club - Projekt: Bremerhaven" answers some questions about Bremerhaven's urban development, such as: Do major projects solve structural problems? How do you actually clean a sailing ship? Are we Easter Islanders?

Do we have to accept this decline of the city? Is it inevitable? Can a great music video emerge from neoliberalism? But while all of this sounds like crude satire and provocation, the cinematic experiment is actually about a completely different question:

 

How can the recontextualization of found footage be used to create different meanings? When film material is torn from its original source and rearranged, it can tell, illustrate, criticize or advertise.

 


INSTALLATION/VIDEO

VII

MARCUS DÖBBER, SARAH HAACK, DIDALDI, REBECCA TSCHESLOG + SVEN WILLMS Bremerhaven

 

Gezeigt wird ein digitales Videoprojekt mit dem eine Verbindung zwischen Modedesign, Musikkomposition, Choreografie und Tanz, visuell in einer filmischen Darstellung kreiert wird. Die Ausstellung besteht aus verschiedenen Komponenten und thematisiert eine Reflektion des  menschlichen Verhaltens in Bezug auf ethische und moralische Vorstellungen. Die Hauptarbeit ist eine digitale Projektion in Verbindung mit haptischen Arbeiten und bildender Kunst, die die räumliche Gestaltung mit einbeziehen wird.

 

A digital video project will be shown with which a connection between fashion design, music composition, choreography and dance is created visually in a filmic representation. The exhibition consists of various components and focuses on a reflection of human behavior in relation to ethical and moral ideas. The main work is a digital projection in connection with haptic work and visual art, which will include the spatial design.

 


© Kati von Schwerin
© Kati von Schwerin

MIXED MEDIA/PERFORMANCE/MUSIK

ROTONDA

KATI VON SCHWERIN Berlin

 

„Ich bin ein überregionaler Hybrid, der seine Heimat sucht, das sucht, was tief in der DNA verwurzelt zu sein scheint. Denn Heimat ist ein hohes Gut, wie eine kleine Schmuckkiste, in der seit Kindheitstagen die wertvollsten Schätze der Kaugummi-Automaten liegen. Erinnerung. Es ist der Leuchtturm und der Anker, der sichere Ausweg, wenn Du Dich verirrst. Heimat ist so wunderbar, denn es ist Klarheit, Struktur und Bestand. Unumstößlich und Zweifellos, ein Leberfleck. Es ist das Holzhaus im Spätsommer mit Schaukelstuhl und Kamin. Alles steht bereit für Dich, nichts wird verrückt oder umgestellt. Heimat ist wohlig, eine Wolldecke nach Starkregen. Heimat ist wie immer, immer da, auch wenn sie manchmal zu zerfallen scheint.“

 

I am a supraregional hybrid looking for my home, looking for what seems to be deeply rooted in the DNA. Because home is a precious good, like a small jewelry box in which the most valuable treasures of the chewing gum machines have been lying since childhood. Memory. It's the lighthouse and the anchor, the safe way out if you get lost. Home is so wonderful because it is clarity, structure and continuity. Incontrovertible and undoubtedly, a mole. It's the wooden house in late summer with a rocking chair and a fireplace. Everything is ready for you, nothing will go crazy or rearranged. Home is cozy, a woolen blanket after heavy rain. Home is always, always there, even if sometimes it seems to fall apart.


© Koprow + Preßmar
© Koprow + Preßmar

ARTEFAKTE + GESCHICHTEN/AUDIOWALK

ANARCHIE LEICHTGEMACHT (AT) – EINE (VERW)IRRENDE ENTDECKUNGSREISE

KOPROW + PREßMAR Frankfurt/Gießen

 

Eine Auswahl an Zeitungsartikeln aus verschiedenen Themenbereichen und Epochen, Bruchstücke aus der eigenen Biografie, fiktive Geschichten und hanebüchener Unsinn. Der Audiowalk von Koprow&Pressmar führt durch die „Alte Bürger“ – kostenlos per QR-Code mit dem Smartphone. Ob ihr die Geschichten nun wahr oder falsch einschätzt – auf diesem Audiowalk werdet ihr euch (verw)irren!

 

A selection of newspaper articles from different topics areas and eras, fragments from their own biography, fictional stories and outrageous nonsense. The Koprow&Pressmar audio walk guides you through the „Alte Bürger“ - free of charge via QR code with your smartphone. Whether you feel the stories are true or false – at this audio walk you will be confused/dazed!

 


© Oliver Look
© Oliver Look

PERFORMANCE/TANT-THEATER

ON DEMAND

LUIZA BRAZ BATISTA + PAUL HESS Trier

 

ON DEMAND ist eine Reihe von kurzen Privattheatervorstellungen in einem intimen Rahmen, die von einem Bühnentänzer und einer Bühnentänzerin improvisatorisch „just in diesem Moment“ erschaffen werden. Dabei folgen die Performer:innen den Vorgaben, die das Publikum per Baukastenmenu vorher auswählt.

Maximal vier Personen kreuzen gemeinsam auf einem Auswahlbogen in verschiedenen Kategorien ihre „Vorlieben“ an. Zur Auswahl stehen: Besetzung, Musik, Licht, Kostüm, Extras.

Die Gruppe betritt den Raum, der ausgefüllte Bogen wird den Performer:innen übergeben. Diese lesen die angekreuzten Vorgaben, starten die Musik und kreieren unmittelbar eine persönliche Vorstellung für die Gruppe. Jede Gruppe bekommt ein auf sie zugeschnittenes Performance-Unikat von circa fünf Minuten Länge.

 

ON DEMAND is a series of short private performances created by two stage dancers improvisationally in the moment. The performers follow the guidelines that the audience selects in advance using the modular menu. A maximum of four people cross on a selection sheet in different categories of their "preferences". The choices are: cast, music, light, costume and extras.

The group enters the room, the completed sheet is handed over to the performers. They refer to read the checked guidelines, start the music and immediately create a personal introduction for the group.

 

Each group receives a unique performance piece that is about five minutes long and tailored to their wishes.


© Barbara Otto
© Barbara Otto

INSTALLATION

MUT-MACHT-MASKE / VIELSCHICHTIGE ANSICHTEN

BARBARA OTTO Köln

 

Bevor die „Corona-Gesundheits-Maske“ zum täglichen Element des menschlichen Gesichtes wurde, beschäftigte sich Barbara Otto schon mit dem maskierten Gesicht, das aus unterschiedlichen Hintergründen das „wahre“ Gesicht verbirgt. Eine Maske erlaubt dem:der Träger:in in eine andere Rolle zu schlüpfen, Anliegen, Botschaften und Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Sie dient dem Schutz im öffentlichen Raum, erweitert damit die individuellen Handlungsmöglichkeiten. Die Objekte entstanden auf dem Material der jahrzehntealten bis zu 10 cm dicken Plakat-Schichten (Schwarten) von Litfaßsäulen in Collage-Technik.

 

Before the "corona mask" became a daily element of the human face, Barbara Otto was already busy with the masked face that hides the "real" face. A mask allows the wearer to slip into another role, to express concerns, messages and feelings. It is used for protection in public spaces, thus expanding the individual options for action. The objects were created on a material of the decades-old up to 10 cm thick poster layers (Schwarten) of advertising pillars. Barbara Otto uses collage techniques.


© Atieh Salari
© Atieh Salari

SELFIE-FOTO-MALEREI

#SELFIE

ATIEH SALARI Mannheim

 

Viele Menschen beobachten ihr Leben, fast durchgängig durch die Linse ihrer Handykamera. An nahezu jeder Ecke werden Selfies geschossen. Dabei werfen nicht nur die sehr speziellen Posen sondern auch die damit verbundene Haltung gegenüber des Hintergrundobjekts Fragen auf. Wie viel Menschen interessierte der gewählte Ort tatsächlich? Wer war nur dort, um ein Foto zu schießen, dass sich später als „besonderes“ Erlebnis liken ließ und weitere Follower generierte?  Ob in der Politik, in der der Handschlag eines Politikers eine friedvolle Haltung suggerieren soll oder beim Besuch eines angesagten Restaurants oder Clubs. Außenwirkung top! Selfie geschossen! Atieh Salari nähert sich diesem Thema mit Humor und Ironie und einem fotorealistischen Kunststil. Die Reihe #selfie gibt es seit Januar 2020 und wird laufend fortgesetzt.

 

Many people spend a lot of their life observing, almost continuously through the lens of their phone camera. Selfies are taken at almost every corner. Not only do the special poses raise questions, but also the associated attitude towards the background objects. Are those people actually interested in the chosen location? Are they only there to take a photo that could later be liked as a "special" experience and generate more followers? Whether in politics, in which a politician's handshake tries to suggest a peaceful attitude or whenever visiting a trendy restaurant or club. Impact top! Selfie shot! Atieh Salari works on this topic with humor and irony and a photo-realistic art style. The #selfie series is existing since January 2020 and is ongoing.


© Kateryna Bortsova
© Kateryna Bortsova

MALEREI

WAY TO MY HEART

KATERYNA BORTSOVA Ukraine

 

Das Konzept dieses Projekts bezieht sich direkt auf das Reisen und die Selbstverwirklichung des Menschen in einer globalisierten Welt. Kateryna Bortsova verweist auf die Probleme, die sich im Zusammenhang mit der Schließung der Grenzen aufgrund der Pandemie ergeben; wie Menschen ihren Platz in der globalen Welt suchen, wenn sich das Leben plötzlich auf das gleiche Land oder sogar die Region verengt. Sie möchte die Aufmerksamkeit des Betrachters auf ein Paradoxon lenken offline wird verschlossen und begrenzt - online grenzenlose Offenheit von Inhalten und Links, die sich während einer Pandemie klar manifestieren. Zu dem Problem der Pandemie gesellt sich das ungelöste Problem der Migration, das sich weltweit verschärft hat. Technisch wird die Arbeit mit verschiedenen Farben gemacht, Tusche auf genutzen Landkarten.

 

The concept of this project relates directly to travel and self-actualization in a globalized world. Kateryna Bortsova referred to the problems arising in connection with the closure of the borders due to the pandemic; how people seek their place in the global world when life suddenly narrows to the same country or even region. She wants to draw the viewer's attention to a paradox: offline the world is closed and limited - online unlimited openness of content and links that are clearly manifested during a pandemic. In addition to the pandemic, there is the unsolved problem of migration, which has worsened worldwide. Technically, the work is done with different colors, ink on used maps.

 


BEGEHBARE INSTALLATION

SCHREIKÖPFE + MEN FEELINGS 1+2

JANINA MAU Ohlenstadt

 

Die Men Feelings 1 + 2 Serie ist eine bei näherer Betrachtung nicht zu übersehende Kritik an bestimmtem männlich-dominantem Verhalten. Dennoch begegnet diese Skulpturenserie bestehenden Problematiken mit Humor und versucht so, Aufmerksamkeit zu schaffen ohne zu verurteilen. Und vor allem: die Betrachter:innen zu ihren eigenen Gefühlen und Erfahrungen einzuladen.

Gleichsam ist bei der Künstlerin in den letzten Jahren das Thema „Schreiköpfe“ gewachsen und – in verschiedensten Größen und Variationen – zu einem markanten Schwerpunkt ihres Schaffens geworden. Die Schreiköpfe sind Inbegriff von Widerspruch, Widerstand, Aufschrei, Protest, „den Mund aufmachen“ und können in vielfältiger Weise empfunden und interpretiert werden.

 

The Men Feelings 1 + 2 series is a criticism of certain male-dominant behavior that cannot be overlooked on closer inspection. Nevertheless, this series of sculptures encounters existing problems with humor and tries to attract attention without judgment. And above all: to invite the viewer to share their own feelings and experiences.

At the same time, the subject of "screaming heads" has grown for the artist over the past few years and - in a wide variety of sizes and variations - has become a prominent focus of her work. The screaming heads are the epitome of contradiction, resistance, outcry, protest, "open your mouth" and can be felt and interpreted in many ways.

 

 

 


© Kyle Egret
© Kyle Egret

RAUMINSTALLATION/MIXED MEDIA/MUSIK

OBJEKTE

KYLE EGRET Hamburg

 

Kyle Egret ist daran interessiert, Kunst an Orte zur bringen, die so eigentlich nicht mit ihr in Berührung kommen würden. Dabei fasziniert es ihn sehr, die Besonderheiten des Raums, der Architektur, der Maße und Einrichtung als Grundlage für seine Arbeit zu nehmen. Er beginnt zu gestalten, als würde er Musik komponieren - und nach und nach ergeben sich bekannte Harmonien, Melodien und Formen, welche sich im Dialog finden und zusammen etwas Neues bilden. Für die artspace bremerhaven arbeitet er mit schwarz-weißen Grafiken in Form von Wandmalerei, hängenden Grafiken und Objekten.

 

Kyle Egret is interested in bringing art to places, in which it would not usually come into contact with. He is very fascinated by taking the peculiarities of the room, the architecture, the dimensions and furnishings as the basis for his work. He begins to play as if he were composing music - and little by little they surrender well-known harmonies, melodies and forms, which are found in dialogue and create something new. For the artspace bremerhaven he works with black and white graphics in the form of wall paintings, hanging graphics and objects.

 


© Regina Schnersch
© Regina Schnersch

SKULPTUREN

SIDE BY SIDE / SEITE AN SEITE

REGINA SCHNERSCH Marburg

 

In dem Projekt „side by side/Seite an Seite“ konfrontiert sich Regina Schnersch mit den Themen: Isolation, Berührung, Begegnung, Distanz und Abgewandtheit, sie sucht nach Trennung und Verbindung in der Spannung zwischen Fläche und Raum. Ihr Schwerpunkt bezieht sich hierbei darauf Grenzen in der Formgebung des Materials auszuloten und sich intensiv mit Gegensätzen zu beschäftigen. Ihre Skulpturen sind vorwiegend aus einem Stück Stein geschlagen, wobei sie das manuelle Arbeiten, direkt in Stein, bevorzugt.

 

In the project “side by side / side by side” Regina Schnersch confronts herself with the topics: Isolation, touch, encounter, distance and aloofness, she looks for separation and connection in the tension between surface and space. Her focus is on exploring the limits of the shaping of the material and dealing intensively with opposites. Her sculptures are mainly carved from one piece of stone. She prefers manual work, directly in stone.

 


© Bea Targosz
© Bea Targosz

6 CANNEL AUDIO/SOUNDINSTALLATION

HYBRID ENVIRONMENTS – SPECULATIVE SOUNDSCAPES

BEA TARGOSZ Berlin

 

HE-SS ist eine künstlerische Recherche und Installation über die Transformationen der Klanglandschaft im Kontext des technologischen Wandels. „hybrid environments - speculative soundscapes“ ist ein Nachdenken über das Wesen der Technik. Ist es ein Prozess der Durchdringung oder ein Prozess des Mitreißens? Wie würden sich hybride Umgebungen entwickeln? Welche Sounds werden zu Signalen und welche zu Keynote-Sounds? Welche neuen Klänge, Rhythmen und Energien werden entstehen?

„hybrid environments - speculative soundscapes“ ist eine 6-cannel-audio- Installation ‒ ein Umgebung besteht aus Feldaufnahmen, die Geophonie, Biophonie und Anthrophonie darstellen.

 

„hybrid environments - speculative soundscapes“ is an artistic research and installation about the transformations of the soundscape in the context of technological change. HE: SS is a reflection on the essence of technology. Is it a process of penetration or a process of being carried away? How would hybrid environments develop? Which sounds become signals and which become Keynote sounds? What new sounds, rhythms and energies will arise? „hybrid environments - speculative soundscapes“ is a 6-cannel audio installation - an environment consists of field recordings depicting geophony, biophony and anthrophony.

 


FIKTIVE KARTOGRAPHIE AUF STOFF

AUF DER GRENZE

ANDREA ZIEGLER Hamburg

 

Wie sieht der Stadtplan für verschiedene soziale Gruppen aus, abhängig von Zeit, Mobilität oder finanziellen Möglichkeiten? Wie verändert sich die Stadt zu verschiedenen Zeiten? Gibt es „No Go - Areas“? Recherchieren wird Andrea Ziegler dies über offizielle Statistiken, aber auch persönliche Stadtpläne einzelner Bremerhavener:innen. Die Künstlerin näht daraus fiktive Kartographien, soziale Stadtpläne auf Stoff.  Seit zehn Jahren näht Andrea Ziegler ihre Arbeiten und hat darin ihr künstlerisches Ausdrucksmittel gefunden. Das Sticken, ob mit Nähmaschine oder handgestickt, produziert immer automatisch zwei Seiten, was ihr inhaltlich sehr gelegen kommt. Ein Bild hat so immer automatisch zwei Seiten, zwei Sichtweisen und lässt so mindestens zwei Interpretationen des Gesehenen zu.

 

What does the city map look like for different social groups, depending on time, mobility or financial possibilities? How does the city change at different times? Are there “no go areas”? Andrea Ziegler will research this using official statistics, but also personal city maps of individual Bremerhaven residents. The artist sews fictional cartographies, social city maps onto fabric. Andrea Ziegler has been sewing her work for ten years and has found her means of artistic expression in it. The embroidery, whether with a sewing machine or hand-embroidered, always automatically produces two pages, which is very convenient to her in terms of content. A picture always automatically has two sides, two perspectives and thus allows at least two interpretations of what is seen.

 


© Pascale Riesinger
© Pascale Riesinger

RAUMINSTALLATION

BESPANNUNGSSYSTEME

CORINNA WRANA Wien/Österreich

 

Corinna Wrana nähert sich dem Raum durch den performativen Akt des Installierens an. Mit ihrer skulpturalen, raum- und zeitgreifenden künstlerischen Praxis begegnet sie dem vorhandenen Raum und agiert situationsbezogen.

Für artspace bremerhaven wird sie eine Installation durch Bespannungssysteme vor.

Durch Bespannungssyteme, die sie mit Bändern herstellt, eröffnet sich eine Erfahrbarkeit von Raumerlebnis; es stellt die gewohnte Raumnutzung in Frage.

 

Corinna Wrana approaches the space through the performative act of installing. With her sculptural, spatial and temporal artistic practice, she encounters the existing space and acts in a situation related manner. For artspace bremerhaven she will prepare an installation using a stringing system.

 

Through the stringing systems, which she creates with ribbons, an experience of spatial experience opens up; it questions the usual use of spaces.

 


© Andrea van Reimersdahl
© Andrea van Reimersdahl

MALEREI + PERFORMANCE

STONEWASHED AT

ANDREA VAN REIMERSDAHL Berlin

 

Andrea van Reimersdahl versteht Malerei als ein körperbezogenes Medium. Geprägt von ihrem Interesse an Mode, Kostüm- und Bühnenbild experimentiert sie mit dem Verhältnis von Körper, Silhouette, Raum und Identität.

Die Künstlerin bemalt, spannt und drapiert Stoffe. Klassische Maltechniken kombiniert sie mit Verarbeitungstechniken aus der Bekleidungsindustrie, wie z.B. Applikationen, rough cuts, und Textilwaschungen. Sie inszeniert ihre Malereien als Raum- und Wandarbeiten, in kinetischen Installationen oder in Körperperformances bzw. Fotostrecken. Ihr Anliegen ist es, den Köper als aktiven Bildträger so einzusetzen, dass die weibliche Identität in ihrer malerischen Fragestellung in den Vordergrund tritt.

 

Andrea van Reimersdahl understands painting as a body-related medium. Shaped by her interest in fashion, costume and stage design, she experiments with the relationship between body, silhouette, space and identity.

 

The artist paints, stretches and drapes fabrics. She combines classic painting techniques with processing techniques from the clothing industry, such as applications, rough cuts, and textile washes. She stages her paintings as spatial and wall works, in kinetic installations, body performances or photo series. Her concern is to use the body as an active image carrier in such a way that the female identity in her painterly questioning comes to the fore.

 


© Leon Eckard
© Leon Eckard

INTERAKTIVE (SOUND-) INSTALLATION

DIE NATUR DES MENSCHEN

LEON ECKARD Düsseldorf/Neuss

 

In der Mitte eines Raumes steht eine baumänliche Pflanze – entwurzelt auf Beton. Eine Klangkulisse erzählt von der natürlichen Umgebung der Pflanze. Bei Bewegung im Raum fallen die Klänge auseinander und zurück in ihren Ursprung. Sie sind synthetisierte Imitation der Natur.

Jedoch ist eine Wiederherstellung durch vorsichtige Bewegung möglich. Dadurch können Mensch und Pflanze durchaus koexistieren. Die Wahrnehmung ist leicht zu überlisten und unsere heutige Technologie erlaubt uns, unsere Umwelt nach unseren Vorstellungen zu gestalten. Es wird immer schwieriger zu unterscheiden, was menschengemacht und was autonom entstanden ist, was letztlich die Frage aufwirft, was überhaupt natürlich ist. Vielleicht ist dies die Natur des Menschen? 

 

In the middle of a room is a tree-like plant - uprooted on concrete. A soundscape tells of the natural environment of the plant. When moving in space, the sounds fall apart and return to its origin. They are synthesized imitations of nature.

However, restoration is possible through careful movement. This means that humans and plants can coexist.

 

Perception is easy to outsmart and today's technology allows us to shape our environment according to our ideas. It is becoming more and more difficult to differentiate between what was man-made and what was created autonomously, which ultimately raises the question of what is natural at all. Perhaps this is the nature of man?


© Weiqi Wang
© Weiqi Wang

PERFORMANCE

BEGEGNUNGEN II

WEIQI WANG Berlin

 

Ganz im öffentlichen Raum, auf der Wiese, auf einem Platz oder unter einem Baum auf dem Bürgersteig, kommen die Passantin:innen in ein inszeniertes, freies „Wohnzimmer“.

Dort freut sich die Künstlerin Weiqi Wang mit jede:r einen Tee zu trinken, ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig mit Ton zu portraitieren. Vorkenntnisse sind überhaupt nicht nötig!

Wichtig ist, dass sich, die sich vorher nicht kennen lernten, dabei unterhalten. Diese Art der Begegnungen ist eine Plattform zum gegenseiten wahrnehmen, zum zuhören und für einen echten Austausch. Die dabei entstehenden kleinen Tonköpfe gelten als Dokumentation der Begegnung sowie das Geschenk füreinander.

 

Entirely in the public space, on the meadow, in a square or under a tree on the sidewalk, passers-by come: inside into a staged, free “living room”. There, the artist Weiqi Wang is happy to talk to everyone: to drink tea come and portray each other with clay. Previous knowledge is not necessary! It is important that those who hove not gotten to know each other talk to each other. This type of encounter is a platform to perceive each other, to listen and for a real exchange. The resulting small clay heads serve as documentation of the encounter as well as the gift for one another.

 


© Hassan Scheidaei
© Hassan Scheidaei

SKULPTUR/GEPRESSTE ALTKLEIDER

LEBENDIG

HASSAN SCHEIDAEI Bremen

 

Hassan Scheidaei hat sich mit dem Thema Kleidung auseinandergesetzt: wie und was die Kleidung über ihre Träger:in erzählt. Und auch, wie sich die Rollen von Träger:in und Getragenem verschieben können: von der Person, die bestimmt, welche Kleidung sie trägt hin zur Kleidung, die die Identität einer Person bestimmt. Ihn interessiert das Menschliche an diesen scheinbar nicht mehr verwendbaren Stoffen, die aus der Natur genommen werden und in einer gewandelten Form ewig nach einer passenden Verwendung suchen. Für artspace bremerhaven baut Hassan Scheidaei eine Skulptur aus gepressten Altkleidern.

 

Hassan Scheidaei deals with the topic of clothing: how and what clothing shows about its wearer. And also how the roles of the wearer and what is worn can shift: from the person who determines what clothes they wear to the clothes who determines the identity of a person. The artist is interested in the human aspect of these apparently no longer usable substances that are taken from nature and are looking for a suitable use in a modified form. For artspace bremerhaven, Hassan Scheidaei is building a sculpture out of pressed old clothes.

 


© Martina Leithenmayr
© Martina Leithenmayr

MALEREI/MIXED MEDIA

MENSCHENMENGE

MARTINA LEITHENMAYR Kohlberg

 

Menschenmengen, völlig entspannt und ohne Masken, sind wir nun schon seit über einem Jahr nicht mehr gewohnt. Grund genug so viele Menschen wie möglich zu zeichnen, zu malen, zu formen, sie alle zu versammeln als Statement für die Freude aneinander und miteinander. Martina Leithenmayr wird eine Menschenmenge in einem Raum erschaffen: mit Portraits einer kompletten Gesellschaft, mit in verschiedenen Techniken und auch während der Ausstellung wachsend immer neue skizzieren. In ihrer Malerei verwendet Martina Leithenmayr diverse Bildträger und die unmöglichsten Formate. Die Portraits entstehen auf alten Wirtshaustischen, Abschnitten alter Balken, klassisch auf Leinwand oder auch mal auf Frittentellern oder als Skulpturen.

 

Crowds, completely relaxed and without masks – we are not used to it for over a year now. Reason enough to draw, paint and shape as many people as possible, to bring them all together as a statement of the joy in each other and with one another. Martina Leithenmayr will create a crowd in a room: with portraits of a complete society, with constantly sketching new ones in different techniques and also during the exhibition. Martina Leithenmayr uses various untergrounds and the most impossible formats in her painting. The portraits are created on old tavern tables, sections of old beams, classically on canvas or sometimes on frit plates or as sculptures.

 


© Christian Plep
© Christian Plep

SKULPTUR/OBJEKTE

IN BALANCE

CHRISTIAN PLEP Bremen

 

In Balance mit Raum und Farbe; mit der Umwelt und meinem Selbst; der Balanceakt in der Kunst. In diesen Zeiten nicht die Balance zu verlieren.

Christian Plep hat in dem ersten Lockdown im März 2020 mit einer fortlaufenden Serie angefangen, den “Corona-Files”. Unter dem Titel „small works“ haben sie dann ihren Weg in kleine Ausstellungen bzw. Präsentationsmöglichkeiten gefunden haben.

Jetzt, ein Jahr nach diesen ersten Arbeiten, nimmt er sie aus ihren Rahmen und bringe sie auf Sperrholzplatten in die bekannten Formen, aber eben in einem größeren Format.

 

In balance with space and color; with the environment and myself; the balancing act in art. Don't lose your balance during these times.

Christian Plep started an ongoing series in the first lockdown in March 2020, the first “Corona-Files”. With the new titel „small works“ they found their way into small exhibitions or presentations.

Now, a year after these first works, he is taking them out of their frames and putting them on plywood sheets in the familiar shapes, but in a larger format.


© Katharina Forster
© Katharina Forster

SKULPTUR/OBJEKT

CAPTAINS TEA

KATHARINA FORSTER Werder

 

Katharina Forster zieht als interdisziplinäre Künstlerin Verbindungen zwischen verschiedenen Themen, die in ihrer Kunst dargestellt werden. Die vielseitigen textilen Verarbeitungsmöglichkeiten wie Stricken, Hakeln, Weben, Nähen beleben ihren künstlerischen Ausdruck. Sie nutzt alltägliche sowie gefundene Materialien, die für die Objekte wie das farbige Pigment in der Malerei essenziell sind. In neuer Kombination entstehen Formen und somit Assoziationen, die einer Bildwirkung und einer Skulptur entsprechen.

Captains Tea: 12 Teebeutel, hergestellt aus dem Stoff einer Rettungsweste. Diese werden in der „Alten Bürger“ sichtbar versteckt.

 

As an interdisciplinary artist, Katharina Forster draws connections between different topics that are represented in her art. The versatile textile processing options as knitting, hooking, weaving and sewing enliven her artistic expression. She uses everyday materials that are essential for the objects such as the colored pigment in painting. A new combination creates forms and thus associations that correspond to an image effect and a sculpture.

 

Captains Tea: 12 tea bags, made from the fabric of a life jacket, are visibly hidden in the "Alte Bürger" at equal distances from each other. If visitors find them, they are invited to share a photo.


© Sarah Mang
© Sarah Mang

INSTALLATION/FILM

ORIENTATION

SARAH MANG Gablitz/Ötserreich

 

ORIENTATION ist eine raumgreifende Installation mit weißen textilen Dots und taktilen Prints. Das Prinzip der Dots hat Sarah Mang aus der Brailleschrift entnommen. Diese Dots werden am Boden und an den Wänden angebracht. Die Ausstellung ist für Blinde und Sehende gleichermaßen zugänglich. Sie soll neue Denkräume eröffnen; die Künstlerin lädt das Publikum zur aktiven diskursiven Teilnahme ein. Gleichzeitig wird der Interviewfilm „THE ART OF PERCEPTION“ zu sehen sein.

 

ORIENTATION is an extensive installation with white textile dots and tactile prints. Sarah Mang took the principle of dots from Braille. These dots are placed on the floor and on the walls. The exhibition is equally accessible to blind and sighted people. It should open up new spaces for thinking; the artist invites the audience to actively participate in discourse. At the same time the interview film “THE ART OF PERCEPTION” will be shown.

 


© Martin Kemner
© Martin Kemner

PERFORMANCE/FILM/PUPPENSPIEL

MARTIN KEMNER + P.K.P.K Bremen

 

Er ist Puppenspieler und nennt sich „P.K.P.K“. Er ist Videokünstler mit interdisziplinärem Einsatz. Gemeinsam geht es um die Verbindung von 2- und 3-dimensionalen Welten.

Dazu wird in einem Raum eine immersive Videoprojektion installiert werden, in der ein Wesen (Puppe/Figur/Objekt) daran verzweifelt lediglich 2-dimensional zu sein, also lediglich virtuell zu existieren. Im Laufe der Performance wird die Figur in die reale Welt eintreten und reale Dinge tun: Musik machen, tanzen, in Interaktion mit Zuschauer:innen treten.

 

He is a puppeteer and calls himself "P.K.P.K". He is a video artist with an interdisciplinary approach. Together it is about the connection of 2- and 3-dimensional worlds.

 

For this purpose, an immersive video projection will be installed in a room in which a being (doll / figure / object) is desperate to be only 2-dimensional, i.e. to only exist virtually. In the course of the performance, the character will step into the real world and do real things: make music, dance, interact with the audience.

 


© kabloo
© kabloo

INSTALLATION AUS ALTPLASTIK

REDUCE + REUSE = NOW

KABLOO Hamburg

 

kabloo ist eine Entdeckerin mit Blick für Details und Zusammenhänge. Manchmal agiert sie als ARTivistin. Manchmal wird es bizarr und oft poetisch.

Der stetige Bedarf an Plastik trägt beachtlich zum Klimawandel bei. Allein die Herstellung einer Plastiktüte verursacht 120 Gramm CO² und die Kunststoffproduktion hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt. Steigt der Trend weiter wird sich die Kunststoffproduktion laut Schätzungen bis 2050 noch einmal vervierfachen und dann 52,2 Gigatonnen verursachen. Die Installation Reduce + Reuse = Now soll anregen zu reflektieren, wie oft wir Plastik als Einmalprodukt nutzen und gedankenlos wegwerfen. Mahnend und doch poetisch faszinieren die Plastik-Objekte den:die Betrachter:in, egal, ob außen in der Natur - an Bäumen hängend - oder in Innenräumen arrangiert.

 

kabloo is an explorer with an eye for details and context. Sometimes she acts as an ARTivist. Sometimes it gets bizarre and often poetic.

 

The constant need for plastic is making a significant contribution to climate change. The manufacture of a plastic bag alone causes 120 grams of CO² and plastic production has more than doubled in the last 20 years. If the trend continues, according to estimates, plastic production will quadruple again by 2050 and then generate 52.2 gigatons. The installation Reduce + Reuse = Now is intended to encourage reflection on how often we use plastic as a disposable product and throw it away thoughtlessly. Warning but poetic, the plastic objects fascinate the viewer, regardless of whether outside in nature - hanging from trees - or arranged inside.

 


© Stefanie Haller
© Stefanie Haller

MIXED MEDIA INSTALLATION

MAY BE ART

STEFANIE HALLER Frankfurt

 

Stefanie Hallers Werkserie „may be art“ zeigt Kunstwerke, die zum einen im konkreten Moment übergangen werden, weil sie noch nicht geladen und damit zu langsam für unsere schnellen Augen sind, und zum anderen ohnehin nicht im Original betrachtet werden können,

weil die Ausstellungsorte während der Pandemie geschlossen waren. Das so entstandene Zwischenbild verselbstständigt sich jedoch gleichsam und wird zu einem neuen Bild - just in dem Moment, der für die meisten unbeachtet blieb.Ihre Werke reflektiert auf diese Weise den pandemiebedingten Stillstand des Kunst-und Kulturbetriebs und fragt, was daraus erwachsen wird.

 

Stefanie Haller's series „may be art“ shows works of art that are skipped at the specific moment because they have not yet been loaded and are therefore too slow for our fast eyes, and on the other hand cannot be viewed in the original anyway, because the exhibition venues were closed during the pandemic.The resulting intermediate image, however, becomes independent and becomes a

 

new image - just at the moment that went unnoticed by most. In this way, locked & unloaded reflects the pandemic-induced standstill of art and culture cultural enterprise and asks what will grow out of it.


© Dafne Jaramillo
© Dafne Jaramillo

INSTALLATION/PERFORMANCE

GLITZERMUSEUM

SOPHIA BIZER & LAURA CARLOTTA CORDT Bremen/Kiel 

 

DAS GLITZERMUSEUM ist ein mobiles Ein-Personen-Museum. Mit Fundstücken, Geschichten und Erinnerungen wird in einem winzigen Raum eine ganz besondere Sammlung präsentiert, die durch die Besucher*innen erweitert werden kann. Die Sammlung wird bei jedem Auftritt einzeln und doch gemeinsam geordnet,

katalogisiert und aufbewahrt. Der individuelle Zugang wird zelebriert und zugleich in einen kollektiven Prozess übertragen. DAS GLITZERMUSEUM ist ein Begegnungsort! Das Besondere an diesem Museum ist seine Kleinheit und seine Mobilität: Ein fünfeckiger

Raum bietet überraschend museale Bedingungen und eine besondere Intimität.

 

DAS GLITZERMUSEUM is a mobile one-person museum. Finds, stories and memories come together in a tiny room presents a very special collection, which can be expanded by the visitors.The collection is sorted individually and yet together at each appearance, cataloged and kept. The individual approach is celebrated and at the same time transferred in a collective process. THE GLITTER MUSEUM is a meeting place!

 

The special thing about this museum is its small size and its mobility: a pentagonal one space offers surprisingly museum-like conditions and a special intimacy.

 


© Kim-Lotte Stöber
© Kim-Lotte Stöber

THEATER/PERFORMANCE

TTT – TINY THEATER TO GO

KIM-LOTTE STÖBER Offenbach

 

Eine Holzhütte im Wald ist das Bühnenbild des „tiny theater to go“, welches von drei Fahrrädern gezogen wird. Bespielt und produziert von Frauen, tourt es 5 Monate durch Deutschland und bietet dem Team währenddessen einen Schlafplatz. Ihr Stück „Fünf Frauen“ ist eine moderne, feministische Version des Stücks „Peer Gynt“ und gibt Aase, Ingrid, Jorda, Anitra und Solvejg nach 140 Jahren eine Stimme.

 

A wooden hut in the forest is the set of the “tiny theater to go”, which is being pulled by three bicycles. Played and produced by women, it tours for 5 months through Germany and offers the team a place to sleep. The play "Five Women" is a modern, feminist version of the drama  "Peer Gynt" and gives Aase, Ingrid, Jorda, Anitra and Solvejg a voice after 140 years.

 


© Suyoung Kim
© Suyoung Kim

INSTALLATION MIT SEIDENPAPIER

HÄNGEN

SUYOUNG KIM Saarbrücken

 

Gittermuster werden auf Seidenpapier gezeichnet- Die großen Bögen werden an eine Leine geheftet. Die Größe des Papiers veriiert, die Blätter hängen neben- und übereinander. Die Gittermuster beeinflussen sich, es entstehen neue Linien und Formen. Durch Außeneinflüsse wie Wind, wird die Installation außerdem bewegt.

 

Lattice patterns are drawn on tissue paper - the large sheets are pinned to a line. The size of the paper changed, the sheets are hanging side by side and on top of each other. The grid patterns influence each other, new lines and shapes are created. The installation is also moved by external influences like wind.

 


© Stefanie Manhillen + Marco Jodes
© Stefanie Manhillen + Marco Jodes

TANZ/MIXED MEDIA

INTERACTION-LIVE-DRAWING

STEFANIE MANHILLEN + MARCO JODES Sinzig

 

Während Marco tanzt, mit vorbeilaufenden Passanten nonverbal oder verbal interagierte, deren Bewegungen und Stimmungen aufgreift und in seine ganz eigene tänzerische Formsprache übersetzt, zeichnet und sprayt Stefanie das, was von dieser Begegnung und dem Tanz zu ihr hinüberschwingt: Bewegungsfragmente, Körperteile des Tänzers und der Passant:innen, Stimmungen oder ganz eigene aus dem Unbewussten aufsteigende Bilder.

 

 

While Marco is dancing, interacting non-verbally or verbally with guests, picking up their movements and moods and translates them into his very own dance language, Stefanie draws and sprays what swings over to her from this encounter and the dance: fragments of movement, body parts of the dancer and the passer-bys, moods or very own images emerging from the unconscious.

 

 


INSTALLATION/PERFORMANCE/AUSSTELLUNG

WERK.2021: FROM BRICKS TO BREAD

JONAS HUMMEL FT. WERK.HAUS KOLLEKTIV Bremerhaven

 

Das Haus 218 in der „Alten Bürger“ hat unter dem Titel WERK.embassy of creators seit 2019 bereits kulturell-künstlerischen Zwischennutzungen ein Zuhause geboten. Seit Anfang diesen Jahres hat sich nun eine Gruppe junger Kulturentrepreneur:innen zusammengefunden, die das Gebäude gemeinschaftlich zu einem Green Culture Hub weiter entwickeln wollen. WERK.2021: From Bricks to Bread ist eine Ausstellung, die diesen Umwandlungsprozess künstlerisch dokumentiert.

In Zusammenarbeit mit dem „Findus - Die gute Stube für EssKultur“ entstehen hierfür essbare WERKe, als Zeugen der Transformation. Die einzigartigen BackWERKe sollen zusammen mit den signierten architektonischen Bruchstücken ausgestellt werden.

 

House 218 in the "Alten Bürger" has already provided a home for cultural and artistic interim uses since 2019 under the title WERK.embassy of creators. Since the beginning of this year, a group of young cultural entrepreneurs has come together who want to jointly develop the building into a Green Culture Hub. WERK.2021: From Bricks to Bread is an exhibition that artistically documents this transformation process.

 

In cooperation with the "Findus - The good room for EssKultur", edible WERKe are created for this purpose, as witnesses of the transformation. The unique BackWERKe are to be exhibited together with the signed architectural fragments.


Alle Rechte an den Fotos liegen bei den jeweiligen Teilnehmer*innen. Die Rechte am Text hat Marie Garms.